Mobbing - die kleine Gewalt - www.heinrich-heine-gesamtschule.de
.

Mobbing - "Die kleine Gewalt"

Nicht jede Gewalt ist Mobbing, aber Mobbing ist immer Gewalt.

Die Heinrich-Heine-Schule führt seit mehreren Jahren das Gütesiegel „Gewaltfreie Schule“. Alle in der Schule handelnden Personen sind aufgefordert sich dafür einzusetzen, dass gut und friedlich miteinander gelernt werden kann. Das gelingt nur, wenn alle Schulakteure die gemeinsam vereinbarten Regeln beachten und einhalten.

 

Im Schulalltag geht es in der Regel nicht um schwere körperliche Gewalt geht, sondern vielmehr um die Ausübung „kleiner Gewalt“, wie das Auslachen von Mitschülern, das Beleidigen oder Beschimpfen, das Verbreiten von Unwahrheiten, das Verstecken von Sachen, Zerstörung von persönlichem Eigentum, Anrempeln, Herumstoßen, Erniedrigen, Bedrohen, Ausschließen und als Folge der zunehmenden Internetnutzung, Beleidigungen und Verleumdungen in den sozialen Netzwerken – alles Erscheinungs-formen von Gewalt, die wir „Mobbing“ nennen.

Da Mobbing im Wesentlichen ein Problem der Kommunikation in einer Klasse ist, sind die meisten Präventionsangebote auf die Verbesserung der Kommunikation im Klassenverband ausgerichtet, auch wenn Mobbing stufenübergreifend stattfindet. Die Prävention beginnt frühzeitig in der 5.Klasse und wird dort bereits im ersten Unterrichtsprojekt („Wir lernen uns kennen“) berücksichtigt.

 

Folgende Grundsätze sollen alle Kolleginnen und Kollegen verbindlich beachten:

 

  • Mobbing ist eine Form offener und/oder subtiler verbaler und/oder physischer Gewalt gegen Personen über längere Zeit mit dem Ziel der sozialen Ausgrenzung.
  • Mobbing wird als Verstoß gegen elementare Grundlagen unseres Zusammenlebens behandelt und als Fehlverhalten mit allen Möglichkeiten der Schule geahndet (incl. Prävention und Beratungsangebot).
  • Die Intervention soll dazu beitragen, dass schnelle und wirksame Maßnahmen zur Unterbrechung bzw. Sanktionierung zur Verfügung stehen.
  • Die Interventionskette wird allen Schülerinnen und Schülern zur Kenntnis gebracht.
  • Alle Kolleginnen und Kollegen sind wichtige Rollenvorbilder. Ihre Reaktionen sind mitent-scheidend für das soziale Lernen der Kinder und Jugendlichen. Sie sollten sich bewusst sein, dass sie für alles, was an der Schule geschieht, Verantwortung tragen.
  • Lehrerinnen und Lehrer beziehen klare Standpunkte. Sie schützen Opfer und unterstützen und stellen Täter je nach Lage und Methode zur Rede und beziehen diese aktiv in die Lösung mit ein.
  • Lehrerinnen und Lehrer dürfen nicht selbst zu „Tätern“ werden.
  • Wird ein Mobbingfall bekannt, wird unverzüglich „Erste Hilfe“ geleistet werden. Das Opfer wird unterstützt und geschützt.
  • Schülerinnen und Schüler müssen ermutigt werden, sich an helfende Personen zu wenden (Schulsozialdienst, Vertrauenslehrer, Stufenleitung, Schulleitung, ZUP-Leitung).
  • Klassenregeln gegen Mobbing werden vereinbart und in der Klasse ausgehängt.
  • Für die Arbeit in den Klassen steht ein Anti-Mobbing-Koffer zur Verfügung.

Unsere Mobbing-Interventionskette:

10_mobbing_intervention.jpg

Das vollständige Anti-Mobbing-Konzept kann hier heruntergeladen werden.



.