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Soziales Lernen

 

 

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„Unsere zentrale Leitvorstellung ist, unsere Schüler so zu unterrichten und zu erziehen, dass sie über ein hohes Maß an fachlichem und methodischem Wissen verfügen, sozial verantwortlich handeln und damit befähigt sind, ihr eigenes Leben zu meistern und aktiv an der Gestaltung unseres demokratischen Gemeinwesens teilzunehmen.“

(Auszug aus dem Schulprogramm der Heinrich-Heine-Gesamtschule 2007)

 

 

Um  sozial kompetent zu werden, müssen Kinder in erster Linie lernen, sich mit ihrer eigenen Person auseinanderzusetzen. Dazu gehört

  • zu lernen, Verantwortung für sich zu übernehmen,
  • sich seiner Gefühle bewusst zu werden und sie zu zeigen,
  • seine Bedürfnisse zu äußern, sie als Wunsch zu formulieren,
  • zu erfahren, dass man sich selbst anders wahrnehmen kann, als die anderen das tun,
  • über das eigene Verhalten nachzudenken und es gegebenenfalls zu verändern,
  • sich seiner Stärken und Schwächen bewusst zu werden,
  • Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen,
  • zu lernen mit belastenden Situationen umzugehen,
  • zu lernen begründete Entscheidungen zu treffen,
  • zu lernen zunehmend selbständiger zu agieren,
  • zu lernen, mit Aggressionen umzugehen,
  • zu lernen sich zu entspannen.

 

Auf der zweiten Ebene der sozialen Kompetenz geht es darum, diese in der Auseinandersetzung mit sich selbst erworbenen Qualifikationen im Lebensalltag mit anderen und in der Gruppe anzuwenden, zu lernen miteinander zu kooperieren.

 

Das beinhaltet u.a.:

 

  • sich gegenseitig zuhören
  • andere Meinungen gelten  lassen
  • gewaltfrei und respektvoll miteinander umgehen
  • Verschiedenheit als Anregung statt als Störfall/ Bedrohung wahrnehmen
  • Vertrauen geben
  • sich gegenseitig  helfen
  • Meinungsverschiedenheiten und Konflikte mit Worten  klären/austragen
  • sich für die gemeinsame Bewältigung von Aufgaben besprechen
  • gemeinsam planen.

 

Bereits in der Kennenlernphase der neuen 5. Klasse (PU 5.1. „Wir lernen uns kennen“) ist es unser Ziel, durch eine Vielzahl von Übungen und Spielen das Vertrauen der Kinder untereinander zu fördern und gegenseitige Akzeptanz zu erreichen.

 

Bei der Einführung der Klassenregeln werden die Selbstverantwortlichkeit der Schülerinnen und Schüler gestärkt, indem wir sie selbst die Regeln für ihr Zusammenleben in der Klasse erarbeiten lassen. Ausgehend von den Bedürfnissen des Einzelnen ("Was brauche ich, um mich in der Klasse wohl zu fühlen?" ) ist es die Aufgabe der Gruppe, sich auf eine bestimmte Anzahl von Regeln zu einigen, also eine gemeinsame Entscheidung zu treffen.

 

Parallel dazu wird der Klassenrat installiert, der von den SchülerInnen selbst geleitet und gestaltet wird. Dort haben die Kinder die Möglichkeit, ihre persönlichen Bedürfnisse anzusprechen. Auch dadurch wird die Eigenverantwortung des Einzelnen gestärkt, u.a. in Bezug auf die Einhaltung von Gesprächs- und Verhaltensregeln.

 

Explizit verfolgen wir das Lernziel Kooperation mit dem Teamtraining für Tischgruppen, das je nach dem Entwicklungsstand der Klasse im zweiten Halbjahr Jahrgang 5 beginnen soll. Dabei lernen die Kinder, dass diejenige Gruppe das beste Ergebnis erzielt, die es am ehesten versteht, sich abzusprechen, einen gemeinsamen Plan zur Erledigung der Aufgabe zu erstellen und in der die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Kinder optimal genutzt werden können.

 

Das soziale Lernen bleibt auch in den Folgejahren wichtiger Bestandteil insbesondere des Projektunterrichts.

 

Unterstützt wird das Konzept durch Thementage (z.B. „Wie lösen wir einen Konflikt?“) und begleitende Angebote wie die durch das B-Team durchgeführte Streitschlichterausbildung.  

 



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